Lötzen, größte Stadt an der Masurischen Seenplatte, verwandelt sich im Sommer dank seiner malerischen Lage, in einen florierenden Urlaubsort. Der große Yachthafen, die lange Hauptstraße und ein vielbesuchter Basar laden zum Bummeln ein. Als Stützpunkt der Weißen Flotte, Ausgangsort zu Ausflügen in das Umland und Veranstalter von vielen Sommerfestivals, ist die Stadt heute ein vielbesuchter Ort. Für Segler und Motorboote ist der Hafen Station für die Durchfahrt des Luczanski Kanals, der mitten durch die Stadt führt.
Noch im 1.Weltkrieg spielte die Stadt durch die nahe gelegene Festung Boysen eine wichtige Rolle, da hier der Vormarsch der russischen Armee gestoppt wurde (Winterschlacht). Benannt nach dem preußischen General von Boysen, erbaut zwischen 1844 und 1887, wurde die Festung 1945 kampflos geräumt. Heute sind große Teile der sechssternigen 4,5 km langen Wälle und Kassematten zur Besichtigung freigegeben. Ein kleines Museum kann besucht werden. Auf dem Gelände befindet sich auch ein Freilufttheater. Hier findet jährlich im Juli, ein großes Seemannslieder Festival statt.

Der über 50 km lange Kanal sollte einst die großen Masurische Seen mit der Ostsee verbinden. Der Plan entstandt schon vor über hundert Jahren. Schwierigkeiten mit den Grundstücksbesitzern verschoben das Projekt immer wieder. Erst 1911 begann man mit dem Bau, stellte aber zu Beginn des ersten Weltkrieges, die Arbeit wieder ein.Erst 1934 wurden die Bauarbeiten wieder aufgenommen und 1942 endgültig eingestellt. Von den geplanten 10 Schleusen, die den Höhenunterschied von 111 m ausgleichen sollten, wurden nur einige fertig. Auch an den Zuflüssen der Masurischen Seen entstanden Schleusen zur Regulierung des Wasserzuflusses. Heute ist ein etwa 6 km langes Kanalstück mit der fast fertigen Schleuse ein vom Mauersee aus beliebtes Ausflugsziel von Paddlern und Spaziergängern.

Mit Genehmigung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm des III, siedelten sich zwischen 1828 und 1832 die Philipponen (Altritualisten, Altgläubigen) in dem Gebiet um Eckertsdorf und den umliegenden Dörfern an.Das Kloster in Eckertsdorf wurde 1847 errichtet. Abt und Mönche konvertierten bereits einige Jahre später zum orthodoxem Glauben. Bis in die Neuzeit befand sich dann ein Nommenkloster in den Räumlichkeiten.Es gibt  in Eckertsdorf auch eine orthodoxe Kirche in altrussischem Stil mit Zwiebelturm für konvertierte Altgläubige. Gegen eine Spende kann diese Kirche besichtigt werden.

Es wurde ca. im Jahre 1880 erbaut. Das Forsthaus wurde durch zahlreiche Besuche von Konstanty Ildefons Gauczyński (1905-1953) bekannt, der sich zum ersten Mal 1950 (Förster war damals Stanisław Popowski) dort aufhielt. Hier hat der Dichter solche Meisterstücke wie Kronika Olsztyńska (Chronik von Allenstein), Wit Stwosz, Niobe, Ezop świeżo malowany und eine Reihe von Liedern geschrieben. 1980 eröffnete Kira Gałczyńska, die Tochter von Gałczyński, die auch Autorin von zahlreichen Büchern war, u. a. Mazurskie Szlaki Gałczyńskiego (Masurische Pfade von Gałczyński), in dem Forsthaus ein Museum seines Vaters und mehrere Jahre war sie auch dessen Kustos. Das Forsthaus steht auf einer kleinen Wiese, die durch den Wald umgeben ist. Es ist ein kleines Gebäude aus roten Ziegeln mit einer hölzernen Veranda, das von wilder Weinrebe bewachsen wird. Drinnen wurde das Warschauer Arbeitszimmer von Konstanty Ildefons Gauczyński rekonstruiert. Im Museum wurden Briefe an die geliebte Natalia, Fotos und Manuskripte der Werke gesammelt. In den Sommerferien (Juli-August) finden hier Konzerte der klassischen Musik statt, die mit der Vortragung von Gedichten des Schriftstellers verbunden sind. Auch bedeutende Künstler der polnischen Bühne sind hier zu treffen. Seit Jahren ist das Museum von Konstanty Ildefons Gauczyński ein unbestreitbares Kulturzentrum nicht nur der Gemeine Ruciane-Nida, sondern auch des ganzen Pisz-Kreises.

Sie werden auch poetisch „Bahnübergänge des Nordens“ genannt. Es sind zwei majestätische Brücken, die an die römischen Aquädukte erinnern. Sie stehen in der Nähe des Dorfes Stańczyki, an der Grenze der Romnicka Heide. Ihre Ausmaße sind atemberaubend: 180 m lang und 31,5 m hoch, gemessen ab der Oberfläche des darunter fließenden Flusses Błędzianka. Sie waren Bestandteil der Bahnlinie, die Gołdap mit Żytkiejmy (Ostpreußen mit Königsberg) verbunden hatten. Mit dem Bau der ersten der beiden parallelen Brücken wurde noch vor dem Ausbruch des 1. Weltkrieges begonnen, der Bau der zweiten Brücke wurde erst 1926 abgeschlossen. Diese Brücken sind parallel zueinander. Deren perfekten Proportionen, klassischen Bögen, schmalen und hohen Pfeiler scheinen die These zu bestätigen, dass sie von den italienischen Architekten entworfen wurden.

Die wahrhaftgewordene Vision der Galinder, eines slawischen Stammes im alten Masuren. Hier im alten Siedlungsgebiet, 100 Meter von der Mündung des Flusses Krutyna in den Beldahnsee entfernt, verwirklichte der Psychoanlytiker Cezary Kubacki seine Vorstellung vom Leben und Brauchtum der Galinder.Schon 500 Jahre vor Christus wurde hier eine eigene Zivilisation und Kultur begründet, deren Spuren auch heute noch in der Umgebung und auf der kleinen Halbinsel zu finden sind.

Knorrige Gestalten, besonders die alten, von Wind und Wetter gegerbten Gesichter,die bereits eine Einheit mit der Natur bilden, üben eine starke Faszination aus. Zu entdecken sind Steinkreise, Brunnen und geheimnisvolle Labyrinthe.Besucher und Gäste können hier für einige Tage in vergangene Zeiten schlüpfen, bekommen Namen und können in den Stamm der Galinder aufgenommen werden. Für Versammlungen gibt es einen Ritualplatz, Wikingerschiffen nachempfundene Boote stehen zu Raubzügen bereit.

Das Grabmal in Form einer Pyramide wurde vor 200 Jahren von Graf Heinrich von Farenheid mitten im Wald errichtet und steht heute unter Denkmalschutz. Der leidenschaftliche Sammler aller Art von Kunst befasste sich schon früh mit Ägyptologie und errichtete das Bauwerk, dem wie alle Pyramiden eine mystische Wirkung nach gesagt wird, als Begräbnisstätte nach dem Tod seiner 3-jährigen Tochter. Später wurden weitere Familienmitglieder und 1849 der Erbauer dort begraben.

Hauptquartier des Oberkommados des Heeres. Am Masurischen Kanal, 8 km von Angerburg und 18 km von der Wolfsschanze entfernt, befindet sich eine der in Polen besterhaltenen, unzerstörten deutschen Bunkeranlagen aus dem II. Weltkrieg.In den Jahren 1940-44 wurden ungefähr 250 Objekte, darunter 30 bis heute erhaltengebliebene Bunker aus Stahlbeton, errichtet. Zeitweilig waren hier 40 Generäle, 1500 Offiziere und Soldaten der Wehrmacht untergebracht.
Auch wer kein Interesse an der Anlage hat, der Ausblick auf den Mauersee von einem Aussichtsturm auf einem der Bunker lohnt sich.

Pozezdrze /Hochwald
Ruine des Feldquartiers des Reichsführers-SS Heinrich Himmler befinden sich ca. 1 km von dem Dorf Pozezdrze. Unter dem Namen Hochwald bekannt, bestand das im Wald versteckte Himmler-Quartier aus 9 Objekten. Sie wurden alle von der zurückweichenden Wehrmacht im Januar 1945 gesprengt. Am besten erhalten ist der Himmler-Bunker mit doppelten Wänden und Decken.

 

Die Bunkeranlage „Wendula“ / Radzieje
Einige Kilometer nordöstlich von Görlitz, in Radzieje, befinden sich die Überreste des Feldquartiers des Reichskanzleichefs Hans Lammer, welches den Decknamen „Wendula“ hatte. Die Anlage ist unvergleichbar kleiner als die Wolfsschanze. Erhalten geblieben sind zwei Betonbunker, der Rest ist eine Ruine.  Auf dem Gelände wurde keine Besichtigungsroute markiert, man muss die Anlage selbständig erkunden.

12